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Naturaldividende – Na denn guten Appetit!

20. November 2014 - Author: Ewald - Keine Kommentare

Wer zu Hauptversammlungen geht, weiß das diese meistens mehrere Stunden dauern. Dann wird der Besucher hungrig und durstig. Da man sich in der Umgegend nicht auskennt, würde es lange dauern bis man etwas zu essen und zu trinken finden würde. Die Gesellschaft stellt den Aktionären deshalb Essen und Trinken zur Verfügung. Dies wird scherzhaft Naturaldividende genannt. Diese kann von Gesellschaft zu Gesellschaft sehr verschieden ausfallen.

Wer zu Hauptversammlungen geht, weiß das diese meistens mehrere Stunden dauern. Dann wird der Besucher hungrig und durstig. Da man sich in der Umgegend nicht auskennt, würde es lange dauern bis man etwas zu essen und zu trinken finden würde. Die Gesellschaft stellt den Aktionären deshalb Essen und Trinken zur Verfügung. Dies wird scherzhaft Naturaldividende genannt. Diese kann von Gesellschaft zu Gesellschaft sehr verschieden ausfallen.

Hier seien deshalb eine Reihe von Beispielen aufgeführt.

Die Firma Lindt & Sprüngli schenkt ihren Aktionären einen blauen Koffer mit 4 kg Schokolade. Die Genußscheininhaber erhalten nichts. Die Schokolade muß wohl bitter sein, denn eine Aktie kostet ungefähr 42.000 €. Das kann man als gute Öffentlichkeitsarbeit bezeichnen, denn der blaue Koffer ist überall sichtbar.

Bei Eon gibt es Kleinigkeiten zum Essen und Trinken, z. B. Würstchen mit Kartoffelsalat, Kaffee, diverse nicht alkoholische Getränke, z. B. Kaffee, Limonade, Cola, Wasser.

Die Firma Hapimag räumt Wohnrechte in den eigenen Ferienanlagen ein.

Zoos erteilen ihren Aktionären freien Eintritt in verschiedener Form, z. B. an einem Tag, Jahreskarte.

Verschiedene Aktiengesellschaften haben mit der Eintrittskarte auch eine Freifahrt zur Hauptversammlung gewährt.

Eon Hauptversammlung 2014 in der Grugahalle in Essen

Bei Barry Callebaut/Schweiz (Schokoladenproduzent) gibt es eine Tüte mit Schokolade und Pralinen und ein üppiges Buffet.

Die Königsegger Walder Bräu AG gibt als Dividende jährlich fünf Kästen Bier für Ihre Aktionäre.

Die Rigibahnen AG und die Schilthornbahn AG gewähren Ihren Aktionären nach der Hauptversammlung ein Fahrt zum ermäßigten Preis.

Das Berner Kaufhaus Loeb beendet die Hauptversammlung mit einer Zirkusvorstellung.

Bei der Baader Wertpapierhandels AG gibt es auf der Hauptversammlung ein sehr gutes Essen.

Die Berner Kantonalbank AG gewährt ihren Aktionären einen höheren Sparzins.

Die Berentzen-Gruppe AG (so schmeckt Lebensfreude) spendiert ihren Aktionären ein feucht-fröhliches Erlebnis.

Der Textilhändler Calida AG schenkt jedem Aktionär, der an der Hauptversammlung teilnimmt, einen Pyjama.

Das Casinotheater Winterthur AG steuert ein Bühnenprogramm und ein Essen bei,

Die Confiserie Lauenstein AG zahlt eine Gelddividende von 4,5 % oder Pralinen entsprechend 8,5 %. Hier will die Bafin jedoch eingreifen.

Bei der Henkel KGaA gibt es auf der Hauptversammlung ein Paket Waschmittel und Klebeband.

Bei Brauereien gibt es oft Freibier. Bei Bergbahnen gibt es oft Freifahrten.

Der Zoo Basel AG gibt seinen Aktionären eine Jahreskarte.

 

Von einem Herrn, der bei einer bekannten deutschen Aktiengesellschaft die Hauptversammlung organisiert, weiß ich, daß man über die Geschenke den Besuch steuern kann. Die „Schwäbische Bank“ in Stuttgart gab früher einen Führer über die Naturaldividende württembergischer Aktiengesellschaften heraus („Schwäbische Aktien – >>zom Fressa´gern<<„), die von den Lehrlingen der Bank zusammengestellt wurden. Die Broschüre war sehr beliebt und weckte Begehrlichkeiten bei den Aktionären. Das hatte zur Folge, daß die Broschüre eingestellt werden mußte, weil die Aktiengesellschaften keine Auskünfte mehr über die Naturaldividenden gaben.

Wofür die Naturaldividende nicht gedacht ist, daß die Sachen zum Verzehr mit nach Hause genommen werden. Das spielt heute keine große Rolle mehr, kam aber in den 50er bis 70er Jahren vor.

Die Naturaldividende ist einkommensteuerpflichtig, spielt aber in der Steuerpraxis keine Rolle.

 

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