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Anlagestrategien.

6. November 2014 - Author: Ewald - 2 Kommentare

Bei der Anlage von Aktien kommt es auch auf die richtige Strategie an. Deren gibt es viele. Die Bandbreite reicht vom täglichen Spekulieren bis zum langfristigen Anlegen. Welche Strategie ist nun die richtige? Darüber wird es immer Meinungsverschiedenheiten geben, weil davon die Börse lebt. Im einzelnen möchte ich jetzt solche Strategien betrachten.

Bei der Anlage von Aktien kommt es auch auf die richtige Strategie an. Deren gibt es viele. Die Bandbreite reicht vom täglichen Spekulieren bis zum langfristigen Anlegen. Welche Strategie ist nun die richtige? Darüber wird es immer Meinungsverschiedenheiten geben, weil davon die Börse lebt. Im einzelnen möchte ich jetzt solche Strategien betrachten.

Statische und dynamische Strategien.

Bei Aktien hat man zwei Geldquellen: Kurssteigerung/Kursverluste und Dividenden/keine Dividenden. Eine statische Strategie ist die „Halten und Liegenlassen“. Hier eignen sich in erster Linie Aktien, deren Gesellschaften Marktführer sind, ein großes Wachstum haben und jährlich die Dividende erhöhen. In mehreren Studien ist nachgewiesen, daß es sich hierbei um die beste Anlagestrategie handelt. Langfristig über mehrere Jahrzehnte angelegt, machen die Dividenden etwa die Hälfte des Erfolges aus. (Siehe Anne Scheiber http://geldundaktien.com/erstaunliche-erfolgsgeschichten/).

Dynamische Strategien sind kurzfristiger Natur, z. B. Traden. Ich habe noch keinen Spekulanten gesehen, Multimillionär wurde. Den Trader interessieren nur Kurssteigerungen. Die Dividende ist ihm gleichgültig. Dies ist ein großer Fehler. Auch der Anleger der, nicht gerade kurzfristig, aber nur auf Kurssteigerungen aus ist, zählt zu den dynamischen Strategen.

Kurzfristige, mittelfristige und langfristige Strategien.

Eine kurzfristige Strategie ist, wie schon erwähnt das Traden. Eine solche Strategie gibt es auch bei Schuldverschreibungen. Dort wird sich auf Kursgewinne kurz vor der Rückzahlung der Anleihe spezialisiert. Der Realzins liegt dort über dem Nominalzins und der Kurs unter dem Nominalwert.

Eine mittelfristige Strategie liegt vor, wenn man nur auf Kursgewinne aus ist. Dazu gehören zum Beispiel Turn-around-Werte, z. B. Thyssen-Krupp.

Zu den mittelfristigen Strategien gehören auch Belegschaftsaktien, weil sie nach dem Kauf meist an eine mehrjährige Haltefrist gebunden sind, bevor sie verkauft werden dürfen. Nebenbei sei hier erwähnt, daß die Belegschaftsaktien nur einen kleinen Teil des Depots ausmachen sollten. Sollte das Unternehmen in Konkurs gehen, dann ist der Arbeitsplatz verloren und die Belegschaftsaktien sind wertlos.

Zu den langfristigen Strategien zählt, wie schon oben erwähnt, die „Halten und Liegenlassen-Strategie“. Mit dieser Strategie kann man es zu einem beachtlichen passiven Einkommen gelangen.

Rentenstrategie.

Die Rentenstrategie zielt darauf ab, eine Rentenlücke zu füllen und ein passives Zusatzeinkommen zu schaffen, daß auch die Inflationsrate überwindet. Kursgewinne interessieren hier weniger. Sie ergeben sich aber automatisch, weil die Aktien in Werten angelegt sein müssen, die jedes Jahr die Dividende steigern. Das zieht dann automatisch die Kurse mit nach oben.

Das kann man zeitweise auch mit Anleihen machen. Dort ist immer der Gegensatz: Sind die Zinsen hoch, ist der Kurs niedrig und umgekehrt. Wenn man dann einsteigt, wenn die Zinsen anfangen zu fallen, dann werden die Kurse steigen. Dies ist aber nur zeitweise möglich. Im ungekehrten Fall verliert man nur Geld. Diese Strategie ist der Strategie mit steigenden Dividenden bei Aktien weit unterlegen.

Kurssteigerungsstrategien und Dividendenstrategien.

Bei Kurssteigerungsstrategien wird wie der Name schon sagt, großer Wert auf Kurssteigerungen gelegt. Oft schütten solche Werte keine Dividende aus, z. B. Berkshire Hathaway, bis vor ein paar Jahren Starbucks, bei vielen technischen Werten, frühe Mikrosoft.

Bei Dividendenstrategien steht die Dividende im Vordergrund. Oft schon von Gesetzes wegen verpflichtet 90 % des Gewinnes auszuschütten. Hier sind an erster Stelle REITs (Real Estate Investment Trust) zu nennen. Es handelt sich hier um Immobilengesellschaften in der Gesellschaftsform der Aktiengesellschaft. Ein Beispiel ist Realty Income. Sie zählt in den USA zu den 100 seriösten Gesellschaft und schüttet monatliche Dividenden aus und steigert die Dividende bis zu viermal im Jahr. Die im Geschäftsbericht dargestellte Vermögenssteigerungstabelle ist nur eine Darstellungsform, weil sie Steuern und Transaktionskosten nicht berücksichtigt.

Gemischte Strategien.

Bei gemischten Strategien können alle oben erwähnten Strategien vorkommen. Besonders interessant ist hierbei, wenn es günstige Gelegenheiten gibt Werte zu kaufen, die es zu Ausverkaufspreisen gibt, z. B. Eon. Die Aktien von Eon gibt es zur Zeit zirka 30 % unter Buchwert und das bei einer Dividendenrendite von zirka 4 %. Bei der jetzigen Marktlage ist die Dividendenrendite bei vielen Gesellschaften bei 2 %.

Wirtschaftszweig und Länderstrategien.

Bei der strategischen Diversifikation (Aufteilung des Depots nach Wirtschaftszweigen und Ländern) gehört auch die Aufteilung der Werte im Depot nach Wirtschaftszweigen und Ländern. Wobei die Aufteilung nach Wirtschaftszweigen die wichtigere ist. Hier kann man auch Risiken umgehen, indem man keine Werte aus Schwellenländern kauft, weil diese riskanter sind. Kaufen sie lieber Aktien von Werten, die international tätig sind. Sie können damit solche Risiken umgehen, z. B. Coca Cola, Pepsi Cola.

Nationale Anlage oder internationale Anlage.

Es ist ein bekanntes Problem, daß in Deutschland die Depots der privaten Anleger durch einheimische Werte überfrachtet sind. Dadurch das internationale Werte weitgehend fehlen, entgehen den Anlegern viel gute Werte, z. B. McDonalds, Nestle, Commonwealth Bank of Australia.

Lebensnotwendige und/oder nichtlebensnotwendige Strategien.

Haben Sie ein Haus gebaut, dann sehen Sie zu das Sie als erstes Ihr Haus schuldenfrei bekommen. Danach können Sie sich um Aktien kümmern. Auch wenn Sie auf ein Ziel hin sparen, z. B. Haus bauen, Auto oder Schiff kaufen, Urlaub usw. dann sollte das Geld dafür zurückgelegt werden und nicht in Aktien angelegt werden. Das Geld kann für den Zeitraum bis das Ziel erreicht ist, z. B. Autokauf, fest angelegt werden und sollte keinem Kursrisiko oder Währungsrisiko unterworfen sein.

Zusammenfassung

Von den hier aufgeführten Strategien ist die „Halten und Liegenlassen-Dividenden-Kurs-Strategie die beste. In Aktien sollte nur Geld gesteckt werden, das überhaupt nicht benötigt wird. Es gilt auch hier: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not. Es handelt sich um Risikopapiere. Es heißt nicht nur Risiko, sondern das Risiko tritt auch schon einmal ein.

Andere Leser lasen auch noch:

Erfolgsgeschichten mit Aktien! – Ihre auch? (siehe letzte Beiträge)

Becton Dickinson – Ein Medizintechnologieunternehmen aus den USA (siehe letzte Beiträge)

Eon – ca. 30% unter Buchwert – Schafft Eon die Wende? (Siehe Archiv im Juli 2014)

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Categories: Allgemein - Tag:

Discussion (2 Kommentare)

  1. Sehr gute Erklärungen, das wird einigen sicherlich ein ganzes Stück weiter helfen, wenn es um die Anlagestrategien geht.

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